Kingsman – The Secret Service

Der Film “Kingsman – The Secret Service” basiert auf den gleichnamigen Comic von Mark Millar und Dave Gibbons und kam 2014 in die Kinos. Regie des im Genre Action angesiedelten Films, führte Matthew Vaughn (Göttler 2015).

Die Rahmenhandlung entspricht mit einem Bösewicht, hier Valentine, der besiegt werden muss, der eines gewöhnlichen Blockbusters. Die Hauptperson Eggsy muss zuvor jedoch ein Aufnahmeprozedere bestehen, um ein Kingsman-Mitglied zu werden und als solches Valentine zu töten.

Kingsman

Der obige Filmausschnitt zeigt einen der Tests der Aufnahmeprozedur. Hierbei müssen die noch verbleibenden Anwärter*innen aus einem Flugzeug springen und in einem vorgegebenen Kreis landen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass eine Person keinen Fallschirm hat, was sie jedoch erst in der Luft erfahren. Daraufhin fasst Eggsy einen Plan, welcher es allen ermöglicht, wieder sicher auf dem Boden zu landen. Während den verschiedenen Tests werden einerseits Fähigkeiten der Bewerbenden, aber auch deren Werte überprüft. In der ausgewählten Szene werden folglich viele Werte vermittelt, wie beispielsweise Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt, Verschwiegenheit, Spass und Verantwortung.

Die Filmszene widerspiegelt die Freundschaft und das Vertrauen, welche sich zwischen Eggsy und seiner Mitstreiterin Roxy mittlerweile aufgebaut hat. Roxy war die einzige Person von den Bewerbenden, welche Eggsy nicht aufgrund seiner Herkunft, er wuchs in ärmeren Verhältnissen auf, verspottete. Diese Wohlgesinntheit zieht sich durch den ganzen Plot des Filmes. Während des Fallschirmspringens wird sie gar zweimal aufgezeigt. Noch im Flugzeug kommen Roxy Bedenken vor dem nachfolgenden Sprung. Eggsy redet auf sie ein, dass sie das schaffe und zeigt es ihr vor. Damit nimmt er in diesem Moment einerseits die Rolle eines Freundes als auch die eines Vorbildes ein. Als die Bewerbenden erfahren, dass ein Fallschirm funktionsuntüchtig ist, ergreift Eggsy das Kommando und beordert alle in einen Kreis. Zum Schluss bleiben Roxy und Eggsy übrig. Eggsy klammert sich an Roxy und öffnet ihren Fallschirm im letzten Moment, sodass beide sicher und im vorgegebenen Kreis landen. Auch hier ist Eggsy Herr der Lage.

In der gesamten Szene wird Eggsy als Beschützer von Roxy dargestellt, welche selbst als ängstlich und mit der Situation überfordert erscheint. Jedoch zieht sich diese Rollenverteilung nicht über den gesamten Film, sondern ist nur in wenigen Szenen erkennbar. Roxy gilt als ehrgeizige und kluge Person und erhält am Ende die Stelle des Kingsman. Eggsy hingegen hadert mit sich und wird zusätzlich von seinen Mitstreitern gehänselt. Nur durch die Freundschaft zwischen den beiden, erreichen sie als einzige die letzte Prüfung. Somit ist die Aussage dieser Szene, dass nur diejenigen erfolgreich sind, welche als Team funktionieren können und neben dem Ziel auch andere Gemeinsamkeiten haben.

Mit dem Anspruch ein Gentleman zu sein, welcher bei Kingsman gegeben sein muss, werden traditionelle und sozial verträgliche Werte in diesem Film vermittelt. Der ab 12 freigegebene Film spricht damit ein Publikum an, welchem man oft Ignoranz und Unhöflichkeit nachsagt. Er kann als Versuch gelten, die Wichtigkeit von sozialen Werten wieder in das Bewusstsein der heutigen Generation zu bringen.

Lukas Hediger & Maja Kammer

 

Quellen

Göttler, F. 2015: Fast wie von Dickens. Süddeutsche Zeitung. https://www.sueddeutsche.de/kultur/kingsman-the-secret-service-im-kino-fast-wie-von-dickens-1.2388005 (Zugriff: 20.11.2018)

Vaughn, M. 2014: Kingsman – The Secret Service. Warner Bros. (Ausgestrahlt von Schweizer Radio und Fernsehen: 08.01.2017)

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