Greenpeace – drop the dirty palm oil

Greenpeace ist eine transnationale Non-Profit Organisation, welche im Jahr 1971 von Friedensaktivisten in Kanada gegründet wurde. Sie befindet sich heutzutage in mehr als 45 Ländern. Greenpeace setzt sich vor allem für Umweltprobleme ein. Sie setzt sich zum Beispiel für Aktionen gegen Überfischung, Entwaldung, globale Erwärmung und Klimaänderung ein. Dieser Blogeintrag konzentriert sich auf dem Protest von Greenpeace gegen die Produktion von Palmöl. Insbesondere hat Greenpeace viel gegen die multinationale Konzerne Wilmar International protestiert. Dieses Unternehmen ist weltweit der grösste Verarbeiter und Vertreiber von Palmöl. Palmöl befindet sich heute in zahlreichen Produkte auf dem Markt. Es ist in viele Nahrungsmittel enthalten, beispielsweise Schokolade, Brot, Margarine und Noodles aber auch in Beauty Produkte wie Shampoos, Seifen und Lippenstifte. Viele Unternehmen in der ganzen Welt verarbeiten Palmöl von dem Lieferanten Wilmar International weiter in ihre eigenen Produkte. Unternehmen wie Kit Kat, Dove, Head&Shoulders, Colgate, Kelloggs und M&Ms sind Beispiele dafür.

Das Hauptproblem des Anbaus und der Produktion von Palmöl, das von Greenpeace kritisiert wird, ist diemassiven Entwaldung um Platz für die Kulturen zu schaffen. Nur in Papua, Indonesia, hat Wilmar International 51.600 Hektare von Wald zerstört. Dies hat verschiedene Auswirkungen auf die Menschen, Tierwelt und auf das globale Klima. Dieser Wald war das Habitat der Orang-Utans, die heute in Gefahr sind, weil sie vom Aussterben bedroht sind. Es wurde berechnet, dass täglich 25 Exemplaren getötet werden. Nicht nur Orang-Utans sind davon betroffen, sondern auch Elefanten, Nashorns und Tigers. So ist die Biodiversität sehr gefährdet. Greenpeace argumentiert, dass durch die Waldrodung der Treibhausgasemission massiv zunimmt. Viele Bewohner und Kleinbauern haben gegen die Waldrodung protestiert.

Greenpeace will, dass Regenwälder wegen Palmöl nicht mehr zerstört werden, damit die Tiere nicht unter Aussterbungsgefahr leiden und die weiteren negativen Auswirkungen auf die Menschen beendet werden. Greenpeace versucht die Öffentlichkeit diesbezüglich aufmerksam zu machen. Vor zehn Jahren haben Nestlé, Unilever und Mars gegenüber Greenpeace versprochen die Verwendung von Palmöl für die Produktion bis 2020 einzustellen. Leider ist das ihnen noch nicht gelungen. Ausserdem wurden die 16 grössten Unternehmen von Greenpeace aufgefordert, ihre Palmöl Lieferanten öffentlich zu deklarieren. Nur zwölf Unternehmen kamen dieser Forderung nach. Zusätzlich fordert Greenpeace alle Unternehmen auf, Wilmar zukünftig aus ihren Wertschöpfungsketten zu streichen.

Greenpeace lässt sich in einen viel grösseren Kontext einbetten, indem sie sich für den Schutz unserer Welt einsetzt. Sie bearbeitet eine grosse Vielfalt von Themen und macht zahlreiche praktische Aktionen und Proteste nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Gesellschaft.

Es stellt sich die Frage, ob sich Greenpeace zu viel auf Wilmar konzentriert. Solange die Nachfrage besteht, wird es immer Unternehmen geben, die auch auf geheime und illegale Weise in anderen Ländern Palmöl produzieren werden. Ausserdem sind konkrete Massnahmen notwendig. Wie lassen sich die Ziele der Greenpeaces politisch oder gesetzlich zukünftig verankern? Welche Wirtschaftliche Anreize können eingesetzt werden um den zukünftigen Palmölhandel zu regulieren?

Obwohl Greenpeace sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzt, wäre eine Ergänzung der Kampagne mit langfristig fairen Lösungsansätze sinnvoller.

 

Literaturverzeichnis

Dalton Jane (2018): “Now or never” battle to save Indonesia’s endangered orangutans as British companies still using “dirty” palm oil. In: Independent

Greenpeace International (2018): The Final Countdown: Now or never to reform the palm oil industry

Jürgens Gesche (2016): Palmöl aus Raubbau in Indonesien. Hamburg

Nicholls Fiona (2018): Palm Oil: what you need to know

 

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