Im Strom der Digitalisierung

Wir leben in einer digitalisierten Welt. Die Digitalisierung hat einen grossen Einfluss auf unser alltägliches Leben. Unser ganzer Tag wird von der neuen Technologie vorbestimmt und beeinflusst.

Morgens lesen wir WhatsApp-Nachrichten, checken die Einträge in den sozialen Medien und informieren uns über das Wetter. Auf dem Weg an die Universität nutzen wir Online-Nachrichtendienste und Musik Apps, wie Spotify oder YouTube. Auch unser universitärer Alltag ist geprägt durch digitale Hilfsmittel und Zugänge. Wir laden Folien und Texte von der Internetplattform der Universität herunter, informieren uns über anstehende Prüfungstermine und schicken uns gegenseitig Emails. Am Abend nutzen wir Zalando, um neue Kleider zu kaufen oder schauen uns auf Netflix einen Film an. Währenddessen konsultieren wir online ein Kochbuch, um unser Abendessen vorzubereiten. Vor dem Einschlafen werden erneut WhatsApp-Nachrichten beantwortet, um ja nichts zu verpassen.

Diese ganze digitale Entwicklung offenbart uns viele Möglichkeiten. Die sozialen Medien können dabei eine Plattform bieten, von der aus der freie Austausch von Nachrichten, Informationen und Bild-/Videomaterial unverbindlich und jederzeit stattfinden kann. Auch Universitäten nutzen den Zugang zu digitalen Räumen. Sei dies, um den Studierenden die Lehrmittel oder Bibliothekskataloge online zur Verfügung zu stellen oder auf Veranstaltungen hinzuweisen.

Die digitalen Räume können aber auch einen Einfluss auf reale Räume haben. Als Beispiel dient hierzu das klassische Modegeschäft: Durch das stark boomende Online-Shopping werden viele Kleider von zu Hause aus bestellt und gekauft. So betreten immer weniger Kunden den physischen Raum des Modegeschäfts (Emch, 2015). Auch die Kinos können immer weniger mit der Konkurrenz aus den Online-Streaming-Räumen mithalten. Dies führt zu einem starken Besucherrückgang und zur Schliessung von Sälen (Rehfeld, 2017).

DigitalisierungAbbildung: Abspaltung zwischen realem und digitalem Raum

Es deutet also immer mehr darauf hin, dass sich eine generelle Verlagerung vom realen zum digitalen Raum entwickelt. Davon können viele Werbeagenturen und Produkthersteller profitieren. Denn wer sich online aufhält, hinterlässt unbewusst seine Spuren. Diese können leicht zurückverfolgt werden, um so zum Beispiel personalisierte Werbung aufschalten zu können (Jung, 2018).

Das kann durchaus hilfreich sein, stimmt aber auch nachdenklich. Sind wir in digitalisierten Räumen überhaupt noch anonym oder waren wir es überhaupt jemals? Wer kann alles auf der anderen Seite der Verbindung mitlesen oder unsere Daten herausfiltern? Fragen zum Datenschutz sind nicht umsonst ein heiss diskutiertes Thema. Der Eintritt in die digitalisierte Welt ermöglicht grosse Freiheiten, gefährdet zugleich aber die Privatsphäre.

Eine weitere Schattenseite dieser Freiheit kann anhand des Online-Shoppings in der Bekleidungsindustrie gezeigt werden. Geschäfte aller Art werden mittlerweile fast gezwungen ihre Ware auch online anzubieten, um die Kundschaft zu erhalten. Die Bekleidungsketten stehen untereinander in grosser Konkurrenz und müssen sich den wachsenden Bedürfnissen der Kunden anpassen. Falls sie dies nicht tun oder die Konkurrenz es schneller und besser macht, verlieren die betroffenen Modeketten womöglich an Bedeutung und haben Mühe, die Kunden zu behalten. Es wird also erneut deutlich, dass sich eine klare Verschiebung zwischen physischem und digitalem Raum vollzieht und sich vor dieser Entwicklung wohl niemand drücken kann.

 

Literatur:

Emch, S. (2015). Harte Zeiten für Modegeschäfte. Schweizer Radio und Fernsehen. Zugriff am 2. Dezember 2018 unter https://www.srf.ch/news/wirtschaft/harte-zeiten-fuer-modegeschaefte

Jung, K. (2018). Personalisierte Werbung: Vor- und Nachteile für Ihr Unternehmen. clicks. Zugriff am 4. Dezember 2018 unter https://www.clicks.de/blog/personalisierte-werbung-vor-und-nachteile-fuer-ihr-unternehmen

Rehfeld, N. (2017). Vernetflixt. Spiegel Online. Zugriff am 3. Dezember 2018 unter http://www.spiegel.de/kultur/kino/video-on-demand-stirbt-das-kino-den-tod-durch-ungeduld-a-1143710.html

Abbildung:

#EOA17 (2016), https://einfach-online-arbeiten.de/alle-reden-von-digitalisierung-wir-machen-das/, (Zugriff am 03.12.2018).

 

Autoren: Noe Balsiger und Daniel Barmettler

Jurassic World

Jurassic World ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2015 des Regisseurs und Drehbuchautors Colin Trevorrow. Er bildet den vierten Teil in der Jurassic-Park-Filmreihe.

22 Jahre nachdem der ehemalige Dinosaurier Themenpark “Jurassic Park“ auf der pazifischen Isla Nublar nahe Costa Rica geschlossen wurde, ist im Süden der Insel ein neuer, riesiger Vergnügungspark namens “Jurassic World“ entstanden. Größer, sicherer und mit mehr Dinos denn je. Weil die Besucherzahlen jedoch deutlich nach unten gehen, wird an neuen Attraktionen gearbeitet, um grösseres Interesse zu wecken. Hinter Spiel und Spaß lauert jedoch der Tod als die genetisch veränderten, bösen und unberechenbaren Dinosaurier ausbrechen. So droht der Park im Chaos zu versinken.

Jurassic_WorldAbbildung: Owen Grady versucht mit einem der Velociraptoren zu kommunizieren (Jurassic World, 2015)

Der Screenshot aus der ausgewählten Filmszene (1:44 bis 1:51) zeigt einen der Velociraptoren, eine Dinosaurierart, mit welcher im Themenpark experimentiert wurde. Im Hintergrund ist der Hauptdarsteller Owen Grady (Chris Pratt) zu sehen. Der ehemalige Navy-Soldat ist als Züchter und Wildhüter im Themenpark angestellt. Hinter ihm befindet sich die zweite Hauptdarstellerin und Leiterin des Dinosaurier Themenparks Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) mit ihren beiden Neffen Gray (Ty Simpkins) und Zach Mitchell (Nick Robinson).

In dieser Szene kommt es zum Ausbruch der Dinosaurier. Die Parkbesucher fliehen in alle Richtungen. Owen Grady rettet als selbsternannter, jedoch erfolgreicher Anführer die als total hilflos und verängstigt dargestellte Leiterin des Themenparks und ihre Neffen. Dabei versucht er mit den Dinosauriern zu kommunizieren und sie für sich zu gewinnen. Im ganzen Film lässt sich Grady immer wieder spektakuläre Manöver einfallen, um im letzten Moment die Situation noch zum Guten zu wenden.

In diesem Filmausschnitt werden die unterschiedlichen Stereotypen von Mann und Frau dargestellt. Grady zeigt sich als furchtloses Alphatier, das vor nichts zurückschreckt. Claire, die Leiterin des Parks, hingegen wird als hübsch und modebewusst, jedoch vollkommen sensibel und schwach dargestellt. In dieser Filmszene kann zudem beobachtet werden, wie sich Claire in eine immer grösser werdende Abhängigkeit von Grady begibt. Ohne ihn wäre sie total überfordert und den Dinosauriern ausgeliefert.

Anhand der in dieser Filmsequenz vermittelten Werte könnte generalisiert werden, dass Frauen unfähige, hysterische und hilflose Sexobjekte sind. Der Mann hingegen scheint durch diese Filmsequenz als generell handlungsfähiger und unabhängiger Gegenpol zum weiblichen Geschlecht. So ist es auch der Mann, der die Frau und Kinder aus mehreren gefährlichen Situationen retten muss.

Auf uns wirken die Szenen dieses Filmes und die dabei vermittelten Werte der Geschlechter sexistisch und veraltet. Die dargestellten Geschlechterrollen zeigen ein Bild aus längst vergangenen Zeiten. Dies kann vor allem auf Jugendliche, welche dem Zielpublikum dieses Filmes entsprechen, grossen Einfluss haben. Sie nehmen die vermittelten Werte der Geschlechter auf und übertragen diese in ihr eigenes Leben. Das kann zu Unsicherheiten und Rollendruck führen, da sie sich in eine gewisse Geschlechterrolle hineingezwängt fühlen (strangl.eu, n.d).

“Jurassic World“ mag wohl ein moderner Science-Fiction Film sein, der mit neuster Film- und Computertechnik brilliert, hinkt unserer Meinung nach mit seinen vermittelten Werten jedoch Jahrzehnte zurück.

 

Literaturverzeichnis

Trevorrow, C., Marshall, F., Crowley, P. T., Jaffa, R., Silver, A., Connolly, D., et al. Universal Studios Home Entertainment (Firm),. (2015). Jurassic World.

Strangl.eu. (n.d). Die Bedeutung der Medien auf die Entwicklung der Jugendlichen. Besucht am 17.11.2018 unter http://www.stangl.eu/psychologie/entwicklung/Medien-Jugend.shtml.

Autoren: Noe Balsiger & Daniel Barmettler

Frauen in den Maquiladora. Verliererinnen oder Gewinnerinnen?

Die folgende Rezension befasst sich mit einem Buchartikel zur genderspezifischen Handlungsmacht von Maquiladora-Arbeiterinnen in Nordmexico. Geschrieben wurde der Artikel von Prof. Dr. Elisabeth Tuider und Miriam Trzeciak. Prof. Dr. Elisabeth Tuider absolvierte das Studium der Pädagogik und Psychologie an der Universität Wien und spezialisierte sich auf die Sozialpädagogik, Heil- und Sonderpädagogik. Seit 2011 hat sie die Professur „Soziologie der Diversität unter besonderer Berücksichtigung der Dimension Gender“ an der Universität Kassel inne (Uni-Kassel, n.d). Miriam Trzeciak studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Romanische Philologie in Aachen, Barcelona sowie in Münster. Von 2011-2016 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet „Soziologie der Diversität“ an der Universität Kassel (b-tu, n.d).

Zu Beginn ihres Buchartikels: „Zwischen Ausbeutung und Empowerment? Genderspezifische Handlungsmacht von Maquiladora-Arbeiterinnen in Nordmexiko“ (2014) wird auf die Ausbeutung der Arbeiterinnen in den Maquiladora aufmerksam gemacht. Die beiden Wissenschaftlerinnen wollten jedoch ebenso herausfinden, welche Handlungsmöglichkeiten sich in den Maquiladora für die Frauen ergeben können und wie sich diese manifestieren.

Maquila_ArbeiterinnenAbbildung: Frauen arbeiten in einer Maquila im Norden Mexikos (Primagroup.com, 2018)

So zeigte sich, dass vor allem die Entlöhnung einen starken Einfluss auf den Empowerment-Prozess der Frauen hat. Der Lohn verschafft ihnen Ansehen und Handlungsmöglichkeiten, welche zu mehr persönlicher Freiheit führen können. Der Begriff des Empowerments meint in diesem Zusammenhang den Prozess, substantielle Handlungs-und Wahlmöglichkeiten zu erhalten. Mit diesem Text soll das Spannungsverhältnis zwischen der Ausbeutung durch die Arbeitsbedingungen, aber auch einem gleichzeitigen Empowerment aufgezeigt werden.

Dieser Text hat auf Grund der aktuellen Lebenslage vieler Mexikanerinnen und Mexikaner durchaus seine Berechtigung. Der Artikel folgt zudem einer klaren Gliederung und Struktur. Jegliche Aussagen werden klar begründet und die Argumente sind schlüssig. Durch die Auseinandersetzung mit diesem Text eröffnet sich für uns eine ganz neue Sichtweise, nämlich jene des wachsenden Handlungsspielraums für Frauen durch die Lohnarbeit. Der Text beschreibt das Verhältnis zwischen Ausbeutung und Empowerment in einer verständlichen Art. Unserer Meinung nach wird jedoch zu wenig auf die Thematik der Ausbeutung der Arbeitskraft eingegangen. Es wird zwar davon gesprochen, jedoch fehlt eine kritische Auseinandersetzung mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem und inwiefern es zur Ausbeutung der Arbeitskraft beiträgt.

Auch Christian Berndt hat die Relevanz dieses Themas erkannt. Auch er beschreibt in seinem Text “Maquildora“ (2012) die schwierigen Arbeitsbedingungen der mexikanischen Arbeiterinnen und Arbeiter in den Fabriken der Grenzregionen. Er erwähnt dabei auch die emanzipatorischen Gender-Verhältnisse und die Frauenmorde. Berndt geht dabei jedoch stärker auf die Ausbeutung und die Diskriminierung der Arbeitnehmenden in den Maquiladora ein. Mit seinem Text gewährt Christian Berndt eine noch breitere Perspektive in das Wirkungsgefüge der Maquiladora als es von Prof. Dr. Elisabeth Tuider und Miriam Trzeciak beschrieben wurde.

Wir sind der Meinung, dass solche Texte, welche die Lebensverhältnisse der Arbeiterinnen und Arbeiter in den Maquiladora aufzeigen, sehr relevant sind. Denn die Lebensbedingungen in solchen Regionen sind geprägt von Ungleichheit und Gewalt. Dennoch ist es wichtig dabei verschiedene Sichtweisen und Perspektiven einzunehmen. Denn wie diese Texte zeigen, kann ein Perspektivenwechsel eine komplett unterschiedliche Realität darstellen.

Literatur

Berndt, Christian. (2012). Maquiladora. In: Marquardt, Nadine, Verena Schreiber (Hg.). Ortsregister. Ein Glossar zu Räumen der Gegenwart. Bielefeld: transcript. 185-191.

b-tu. (n.d). Akademische Mitarbeiterin. Miriam Trzeciak. Zugriff am 05.11.2018 unter http://www.primagroup.com.py/maquila.php?lang=en.

Trzrciak, M. & Tuider, E. (2009): Zwischen Ausbeutung und Empowerment—Zur Situation von Arbeiterinnen in der nordmexikanischen Maquiladora-Industrie. In: Tuider, E., Wienold, H., Bewernitz, T. (Hrsg.): Dollares und Träume. Migration, Arbeit und Geschlecht in Mexiko im 21. Jahrhundert (S. 154–170). Münster: Westfälisches Dampfboot.

Uni-kassel. (n.d). Zur Person. Wissenschaftlicher Werdegang. Zugriff am 05.11.2018 unter https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen/soziologie/soziologie-der-diversitaet/personen/prof-dr-elisabeth-tuider/zur-person.html.

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Primagroup. (2018). Zugriff am 05.11.2018 unter http://www.primagroup.com.py/maquila.php?lang=en

#BlackLivesMatter

Die politische Bewegung „Black Lives Matter“ (BLM) entstand am 13. Juli 2013 in den USA. Der Auslöser war der Freispruch eines Polizisten, der wegen vorsätzlicher Tötung eines jungen Afroamerikaners angeklagt war (Day, 2015).

Es war nicht der erste Vorfall dieser Art. Gewaltdelikte von weissen Polizisten gegen unbewaffnete Schwarze häufen sich (Stürmer, 2016). Der nachsichtige Umgang der Justiz, welche die Polizisten kaum bis gar nicht zu Rechenschaft zieht, ist ein Tatsache, welche in Amerika für intensive Diskussionen sorgt. Bis heute werden Angehörige von Minderheiten überproportional häufig Opfer von Polizeigewalt. Es deutet darauf hin, dass ein systematischer und struktureller Rassismus nach wie vor in der amerikanischen Gesellschaft wirksam ist (Thimm, 2017).

Aufgrund dieser Situation gründeten Alicia Garza, Patrisse Cullors und Opal Tometi eine Bewegung namens „BlackLivesMatter“. Es war ein Aufruf gegen die staatlich sanktionierte Gewalt und gegen den Rassismus, von welchem Schwarze stark betroffen sind. Das Ziel ist es die Chancenungleichheit zwischen den verschiedenen Rassen aber auch sexuellen Orientierungen und Geschlechter aufzuheben (Blacklivesmatter, n.d).

BLMAbbildung: Protestanden stellen sich gegen die Polizei von Baton Rouge, USA (Vice.com, 2016)

Zu den ursprünglichen Aktivitäten gehört die Nutzung der sozialen Medien. Mit dem Hashtag-Aktivismus wurde versucht tausende Menschen gleichzeitig zu erreichen. Seit den ersten Erfolgen über die sozialen Medien haben die Black Lives Matters Anhänger/innen eine Vielzahl an Taktiken in ihre Aktivitäten mit einbezogen (McKitterick, 2015). Später wurde die Taktik des direkten Protests in Form von Kundgebungen und Protesten genutzt. Das Ziel ist es unbequem zu sein, so dass sich die Menschen mit dem vorliegenden Problem beschäftigen müssen. Ausserdem wird versucht mit politischen Slogans auf sich aufmerksam zu machen (Hegg, 2015).

Betrachtet man die Thematik in einem grösseren, historischen Kontext begann das Problem des Rassismus während dem europäischen Kolonialismus. Zu dieser Zeit wuchs der Rassismus zu einer vielfältig wirksamen Ideologie heran. Dieses Denken beeinflusst noch heute das politische und alltägliche Leben (Geulen, 2007). Es können ebenso Parallelen zur Bürgerrechtsbewegung in den 1960er Jahren in den USA erkannt werden. Damals erkämpfte sich die schwarze Bevölkerung den USA politische Gleichberechtigung, jedoch ist man heute, nach Ansicht der BLM-Aktivisten/innen, noch weit von einer ganzheitlichen Chancengleichheit entfernt (Blacklivesmatter, n.d). In einem räumlichen Kontext betrachtet, hat sich das globale Problem des Rassismus, lokal durch Tötungen unbewaffneter Schwarzer gezeigt. Dieses lokale Ereignis und die darauffolgende lokale Reaktion durch Proteste konnte sich wiederum national, wie auch global Aufmerksamkeit verschaffen (Edwards & Harris, 2016).

Wenn man diese BLM-Bewegung jedoch kritisch betrachtet, kommt man um gewisse Fragen nicht herum. So zeigt eine des U.S Cencus Bureaus durchgeführte Statistik, dass 93% der schwarzen Mordopfer durch andere Schwarze ermordet wurden (Curie, 2015). Wieso werden diesen Daten von den BLM- Anhänger/innen keine Beachtung geschenkt? Zusätzlich stellt sich die Frage, ob die Entstehung der Bewegung für die schwarze Bevölkerung nicht auch zu einer zusätzlichen Abgrenzung von der Gesamtbevölkerung führt. Durch ihr radikales Verhalten und den Slogan „Black Lives matter“ könnte man meinen, die BLM stellen ihr Leben über das jener Personen mit einer anderen Hautfarbe. So wird uns der Unterschied zu weissen Rassisten zunehmend undurchsichtiger.

(Autoren: Noe Balsiger & Daniel Barmettler)

 

Literatur

Black Lives Matter. (n.d). Programs. Zugriff am 17. Oktober 2018 unter https://blacklivesmatter.com/programs/

Black Lives Matter. (n.d). Herstory. Zugriff am 16. Oktober 2018 unter  https://blacklivesmatter.com/about/herstory/

Curie, E. (2015). Shouldn’t black lives matter all the time? Contexts 14(3), S. 17-18.

Day, E. (2015). #BlackLifesmatter: The birth of a new civil rights movement. The guardian. Zugriff am 19. Oktober 2018 unter https://www.theguardian.com/world/2015/jul/19/blacklivesmatter-birth-civil-rights-movement.

Edwards, S. & Harris, D. (2016). Black Lives Matter. Minnesota: Abdo.

McKitterick, M. (2015). Frustration Lies Behind ‘Black Lives Matter’. Zugriff am 16. Oktober 2018 unter https://www.voanews.com/a/frustration-lies-behind-black-lives-matter/2915526.html.

Geulen, C. (2007). Geschichte des Rassismus. München: C.H Beck.

Hegg, S. (2015). Tactics of Black Lives Matter. KCTS9. Zugriff am 18. Oktober 2018 unter https://kcts9.org/programs/in-close/tactics-black-lives-matter.

Herbert Ruffin. Black Lives Matter: The Growth of a New Social Justice Movement. Zugriff am am 10. November 2015 unter https://blackpast.org/.

Stürmer, A. (2016). Der verdrängte Rassismus. BR24, Abgerufen am 19. Oktober 2018 unter https://www.br.de/nachricht/schwarze-polizeigewalt-usa-102.html.

Thimm, J. (2017). Black Lives Matter: Eine neue Qualität gesellschaftlichen Protests in den USA. In Godehardt (Hrsg.), Urbane Räume. Proteste. Weltpolitik. (S.15-29). Berlin.

Abbildung

Vice (2016), https://www.vice.com/en_us/article/mvkjma/white-cop-black-lives-matter, (Zugriff am 19.10.2018).