OnlineOffline – Können beide noch getrennt werden?

29.11 Protokollausschnitt

Unsere Diskussion hat ergeben, dass wir die Online- und Offline-Welten nicht als zwei getrennte, sondern als vernetzte und sich gegenseitig beeinflussende Räume betrachten. Wir benutzen Google Maps, um ortsgebundene Termine abzumachen. Wir lesen die Wettervorhersage, um die Kleidung anzupassen. Wir nutzen Fahrplandienste, um von A nach B zu kommen und  wir shoppen bequem vom Sofa aus unsere Kleidung. Mit dem Aufkommen von Social Media entstand eine neue Art des Lebens und der Kultur. Influencer als Traumberuf und möglichst viele Follower zu haben sind neue Werte der Gesellschaft. Da diese Räume jedoch nicht getrennt sind, ergeben sich Wechselwirkungen, welche am Beispiel von Whatsapp gezeigt werden soll.

Whatsapp nutzen wir, um Termine abzumachen, also um uns räumlich mit anderen Menschen zu treffen. Da hat das Online einen konkreten Raumbezug: es ermöglicht uns, Leute an einem gewissen Ort zu treffen. Ein Andermal ist es nur ein Tool, um Fernbeziehungen zu pflegen, welche aufgrund der Distanz, offline nicht stattfinden können. Ohne diese räumliche Distanz würden wir uns treffen und kaum Whatsapp benutzen. Das “reale” Leben (Freundschaften pflegen) und seine räumliche Zusammensetzung (Auslandssemester und Distanz) beeinflusst unsere Online-Nutzung. Diese App ist damit eine Art Ersatz der “Realität”, die es uns ermöglicht, unsere Beziehungen online statt offline zu pflegen.

Was wir auch feststellen konnten ist, dass es vielen einfacher fällt ein emotionales oder “schwieriges” Thema online anzusprechen. Jedoch waren wir uns einig, dass es angenehmer ist, wichtige Gespräche offline zu führen. Offline kann direkt auf das Gegenüber eingegangen werden um Missverständnisse möglichst zu vermeiden. Wir stimmten überein, Dies zeigt, dass wir uns online und offline anders verhalten, obwohl die Räume nicht mehr trennbar sind.

Darauf haben wir uns überlegt, ob es gewisse Dinge gibt, die ausschließlich offline erledigt werden. Einig waren wir uns beim Lebensmitteleinkauf. Für uns ist es wichtig, dass wir die Produkte sehen und fühlen können. Es ist für uns eine Tätigkeit, welche im “realen” Raum stattfinden muss.

Ausserdem haben wir durch den einfachen und allzeit zugänglichen Einlass in den “Raum Internet”, die Möglichkeit zu jeder Zeit eine Vielzahl an Informationen abzurufen. Zum Beispiel wenn eine Meinungsverschiedenheit entsteht, kann sofort gegoogelt werden, wer im Recht ist. Dabei vergessen viele, dass Mensch jedes mal seine Spuren im Netz hinterlässt. Diese hinterlassenen Daten werden dann für personalisierte Werbung genutzt oder an Dritte verkauft. Wir waren erstaunt, wie uns Google einschätzt. In der Abbildung ist zu sehen, welche Daten Google nutzt, um Werbung zu personalisieren.

google1google2Wenn Google so viel über uns weiss, sind wir selbst auch online-Menschen geworden? Wo hört das Online auf, wo fängt das Offline an? Die Grenzen sind mittlerweile so verwischt, dass diese Trennung nicht mehr möglich ist. Distanz ist irrelevant geworden. Wir haben die Möglichkeit, zu jeder Zeit mit Menschen aus der ganzen Welt zu kommunizieren oder Dinge aus Asien zu bestellen, welche wenige Wochen später bei uns ankommen. Mit einem Mausklick steht uns die ganze Welt offen.

Bildquelle: Ads Settings, Google <https://adssettings.google.com/u/0/authenticated>, Zugriff am 04.12.18

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