Überlegungen zur Digitalisierung

kulturgeo 2.PNG

Whatsapp und Messenger werden von uns als die etabliertesten Kommunikationstools in unserer Gesellschaft angesehen. Insbesondere für das Versenden von informellen Kurznachrichten oder Fotos erweist sich die schnelle und unkomplizierte Datenvermittlung über die beiden Apps als praktisch. Das Mail hingegen wird von uns primär für formelle Anliegen und Angelegenheiten, wie Bewerbungen oder Gespräche mit Professoren sowie Arbeitgebern, genutzt. Viele Personen verwenden unserer Ansicht nach mehrere Mail Accounts, um Privates und Schulisches virtuell voneinander trennen zu können. Auch in Multiplayer Videospielen, in denen sich der Spieler quasi bereits in einer virtuellen Welt bewegt, werden häufig zusätzliche Kommunikationsprogramme, wie Discord oder Teamspeak, verwendet, um die einzelnen Gamer untereinander zu vernetzen.

Durch die Verwendung von Social Media Plattformen lassen sich Einblicke und Informationen über die Lebenswelten anderer Personen, seien das Freunde, Familienangehörige oder Prominente, gewinnen. Dies kann dazu führen, dass ein virtueller „persönlicher“ Bezug zu einem Menschen hergestellt wird, obwohl man diesem im „realen“ Leben noch nie begegnet ist. Durch das Veröffentlichen und Zugänglichmachen von privaten Fotos erscheinen, unserer Meinung nach, prominente Personen nahbarer und der Betrachter kann sich besser mit ihnen identifizieren.

Auch der Bezug von Informationen erfolgt heutzutage zunehmend über den digitalen Weg. SBB App zeigt einem die gewünschten ÖV-Verbindungen, ohne dass sich der Reisende an einem Ticketschalter oder in einer Broschüre über den Zug- oder Postautofahrplan informieren muss. Des Weiteren wird der Zugang zu Wissen durch das Internet deutlich vereinfacht, da viele Bücher, Papers und gar Archivquellen mittlerweile auch online in PDF-Form abrufbar sind. Dies führt zu einer beträchtlichen Zeitersparnis bei der Informationsbeschaffung, da beispielsweise nicht zwingend ein Archiv oder eine Bibliothek im „realen“ Leben aufgesucht werden muss. Hierbei kann zudem die Lernplattform ILIAS genannt werden, die für viele Studenten die Anschaffung von Vorlesungsskripts verzichtbar macht.

Die virtuellen Kommunikationsdienste führen, unserer Ansicht nach, zu einer problematischen Vorstellung des „immer verfügbar/ansprechbar sein“, da das Internet bekanntlich nie schläft. Allgemein ist eine zunehmende Verblassung der Grenzen zwischen virtuellen und realen Räumen, beispielsweise in Online Rollenspielen in denen ein „zweites Leben/Ich aufgebaut“ wird, zu beobachten. Nichtsdestotrotz können virtuelle Räume und die Digitalisierung generell nicht per se verteufelt werden, da das Internet eine integrale Voraussetzung für das Funktionieren der heutigen Gesellschaft darstellt.

Leave a Reply

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s