American History X

AMERICAN HISTORY X

American History X erschien im Jahre 1998 unter der Regie von Tony Kaye (ImdB). Der Film handelt von Derek Vinyard, einem ehemals neonazistisch ausgerichteten Skinhead, der durch seinen Aufenthalt im Gefängnis einen Wandel in seiner Gesinnung erfuhr und dessen Bruder Danny in dieselbe Szene abzudriften droht.

Die gewählte Szene zeigt ein Basketballspiel in Venice Beach, wo es zu Auseinandersetzungen zwischen den Mannschaften kommt. Ein Gang-Mitglied von Derek schliesst eine Wette mit einem Schwarzen ab. Der Gewinner soll 100 Dollar gewinnen. Jedoch ist der Kumpel nicht in der Lage das Geld selber aufzubringen und fragt Derek um Hilfe. Dieser ändert die Wette um. Er verlangt, dass rassengetrennt gespielt wird und der Verlierer den Platz für immer verlassen muss. Am Ende des Spiels gewinnen die Skinheads, die euphorisch den Sieg feiern. Die Gegner räumen daraufhin den Platz.

Die Feindseligkeit wird dadurch stark spürbar gemacht, dass vulgäre und diskriminierende Ausdrücke von beiden Seiten ausgehen. Der Hass beruht auf Gegenseitigkeit und artet sogar in körperlicher Gewalt aus. Die Trennlinie wird verstärkt, indem in rassengetrennten Mannschaften gespielt wird. Der Hass bildet ein stark verbindendes Kollektiv, was sichtbar wird als das Spiel vorbei war.

Rassismus ist das zentrale Element der Szene und zeigt was für ein gewalttätiges Ausmass Rassenhass in einer simplen Freizeitaktivität annehmen kann. Menschen handeln und agieren rein auf der emotionalen Ebene, welche auf der Gang-Ideologie beruht. Die rationale Denkweise wird komplett ausgeschaltet. Durch das Gang-Leben erhalten die Mitglieder Zugehörigkeit und Identität, die ihnen im sonstigen Alltag fehlen. Ein öffentlicher Platz wird als Eigentum beansprucht, dies führt zu einer Machtausübung und Hierarchisierung. Diese Segregation erinnert an die Kolonialzeit und vermittelt, dass die Weisse Bevölkerung über die Andere dominieren kann. Der Ursprung von Fremdenhass und Rassismus ist oftmals von unserem Umfeld und der Familie geprägt. Dadurch entsteht eine Liebe für das Eigene und ein Hass gegenüber dem Fremden. Diese Emotionen führen zur Furcht vor Überfremdung. Hass und Gewalt erzeugen Zerstörung in Hinblick darauf, dass Menschen das Recht auf Freiheit entzogen wird. Die dabei ausgeübte Gewalt mündet in Gegengewalt, was zu einem Teufelskreis führt. Der Film besteht aus schwarzweissen und farbigen Szenen. Farbig steht für die Gegenwart, in Schwarzweiss wird die Vergangenheit dargestellt. Die Farbtrennung stellt jedoch nicht nur eine zeitliche Unterscheidung dar, sondern zeigt auch die Trennung zwischen Gut und Böse in Bezug zu Dereks Entwicklung.

Emotionen beeinflussen das Verhalten der Menschen. Dieses Verhalten ist oftmals erlernt und anerzogen. So ist es auch bei Derek, dem die Auffassungen von seinem Vater eingetrichtert wurden. Da es aber nur erlernt ist, ist das Verhalten nicht vorprogrammiert und es besteht die Möglichkeit Verhaltensmuster zu verändern. Gute Absichten alleine reichen jedoch nicht aus, es braucht ein grundlegendes Umdenken betreffend Ethnien. Das Verlangen nach Identität, Zugehörigkeit und Gemeinschaft wird in der heutigen Gesellschaft im Zuge der Globalisierung verstärkt. Das birgt die Gefahr, dass neonazistische Denkweisen wiederaufkommen.

Autoren: Vanessa Wyer und Adriana Holzer

 

Quellen

IMDb: American History X: https://www.imdb.com/title/tt0120586/ (Zugriff: 21. Nov. 2018)

Bild: Vice: https://www.vice.com/en_us/article/qbe5zd/how-american-history-x-made-me-the-man-i-am-today-437 (Zugriff: 21. Nov. 2018)

 

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