Widerstands Schützende

Peace Brigades International Schweiz (PBI, 2018) ist seit 1983 Teil der internationalen PBI, welche aus insgesamt 13 Ländern besteht. PBI setzt sich unparteiisch für Frieden und Menschenrechte in sieben Länder des globalen Südens ein, indem sie bedrohte Menschenrechtsverteidigende schützen. Seit 1999 ist PBI auch in Mexiko tätig. Sie bieten lokalen Organisationen Handlungsspielräume an, welche sich für den Schutz von Rechtsverteidigende und Aktivisten/innen einsetzten, um mehr Frieden und soziale Gleichheit in der Gesellschaft zu schaffen (PBI, 2018).

Die Situation der Menschenrechte hat sich in Mexiko seit 2006 durch die Militarisierung und den durch die Regierung verkündigen Drogenkrieg stark verschlechtert (edb., 2018). Menschenrechte werden laut Amnesty International in Mexiko seither vermehrt verletzt. Dagegen protestieren viele Menschenrechtsverteidigend und Journalisten/Innen, welche bedroht, angegriffen, gefoltert oder getötet werden. Unter Anderem, der Träger des Internationalen Preises für Pressefreiheit des Komitees zum Schutz von Journalisten (Amnesty, 2018).

 Abbildung 1:  Aufruf der Bevölkerung um die Verschwundenen wiederzufinden, beidem PBI dabei war.

Aufgrund des Drogenkriegs greift die Armee öfters in Angelegenheiten der internen Sicherheit ein, was wiederum zu vielen Menschenrechtsverletzungen durch Militärangehörige führt (Aeby, 2018). PBI leistet gegen das nicht funktionierende Rechtssystem Widerstand, indem sie einen geschützten Raum für Widerstandsbewegungen schaffen und diese durch die UNO international publik machen, um so Druck auf die Regierung auszuüben (edf., 2018). Andererseits ist PBI auch im globalen Norden ein politischer Widerstand gegenüber ihren Regierungen, die bei Rechtsverletzungen im globalen Süden wegschauen.

Ihre Aktivitäten dienen primär als unbewaffnete Schutzbegleitung von akut bedrohten Menschenrechtsverteidigende. Sie unterstützen den Aufbau von Netzwerken, dabei organisieren sie Treffen mit den mexikanischen Behörden um diese auf ihre Pflicht des Menschenrechtsschutzes aufmerksam zu machen. Weiter bietet PBI der Zivilbevölkerung eine Plattform für den Dialog mit der mexikanischen Regierung (PBI Mexico, 2018).

PBI organisiert ebenfalls Referate im globalen Norden, um die Situation in Mexiko der Öffentlichkeit zu schildern und sie aufmerksam zu machen. Bei der nachhaltige kapazitäts Entwicklung hilft PBI, indem sie das nötige Know-How durch Workshops zur Verfügung stellt, so können lokale Organisationen ihren Schutz selbst nachhaltig verbessern (edf., 2018).

Bis 2030 soll das 16. Ziel der SDGs erreicht werden (EDA, 2018). Dabei versteht die UNO mehr als nur ein Zustand ohne Waffengewalt und Konflikte, sondern Menschenrechte sind unter anderem eine wichtige Voraussetzung für den dauerhaften Frieden und die Sicherheit weltweit (Witschen, 2018).

Momentan fliehen tausende Menschen aus Mittelamerika, mit dem Ziel über Mexiko in die USA. Donald Trump will aber keine LateinamerikanerInnen über die Grenze lassen, die Flüchtenden bleiben in Mexiko stecken. Dort werden sie oft abgeschoben und haben keine rechtliche Möglichkeit gegen die Abschiebung Einspruch einzulegen. Genau da kann PBI mit der Arbeit beginnen.

Jedoch ist es auch an der UNO aktiv zu werden, denn als globaler Akteur hat sie die Macht zwischen dem Ursprungs- Durchgangs- und Zielland der Flüchtenden den Dialog zu suchen und sich für die SDGs einzusetzen.

Durch die aktuelle Migrationsproblematik im Mexiko, sehen wir das Potenzial einer neuen, weiterführenden Aufgabe für PBI. Jedoch fragen wir uns trotzdem, ob die Arbeit, die PBI seit 19 Jahren macht, die  mexikanischen Menschenrechte verbessert hat. Ausserdem sollte PBI nicht erst auf Anfrage handeln, sondern vorher eingreifen.

Literaturverzeichnis

Aeby Aline (2018): Telefonat vom  mit PBI Schweiz Mitarbeitende (23.10.2018).

Amesty International: Mexiko 2017/18.

<https://www.amnesty.de/jahresbericht/2018/mexiko#section-3518881> (Stand: 2017) (Zugriff: 24.10.2018).

Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA): Agenda 2030. 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. <https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/aussenpolitik/internationale_organisationen/vereinte_nationen/uno-frieden-sicherheit.html> (Stand: 2018) (Zugriff: 20.10.2018).

Peace Brigades International-Mexiko (PBI):Mission, Vision and Mandate. <https://pbi-mexico.org/about-us/mission-vision-and-mandate> (Stand: 2018) (Zugriff: 20.10.2018).

Peace Brigades International-Schweiz (PBI): Facing peace. <https://www.peacebrigades.ch/sites/default/files/publication/pdf/facing_PEACE_pbi_1709_facingpeaceD_web.pdf> (Stand: 2017) (Zugriff: 20.10.2018).

Witschen Dieter (2018): Gibt es ein Menschenrecht auf Frieden?: Eine rechtsethische Kontroverse.Stuttgart: W. Kohlhammer Gmbh.

Abbildungsverzeichnis:

<https://pbi-mexico.org/who-we-work> (Zugriff: 24.10.2018)

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