It takes a pirate to stop a pirate

Juni 1977 gründete «Captain» Paul Watson die Umweltschutzorganisation «Sea Sheperd», welche sich zum Schutz der Weltmeere, gegen Walfang und Robbenjagd, sowie unverhältnismäßige Fischerei, einsetzt. Die Organisation wird hauptsächlich von Freiwilligen aus aller Welt aufrechterhalten. Im folgenden Blogeintrag soll die Leserschaft eine Einsicht in die, nicht unumstrittene, Widerstandsbewegung erhalten.

An vielen Orten werden Meere mit illegalen Methoden überfischt und Habitate zerstört. Wo der politische Wille fehlt, oder schlichtweg keine Ressourcen vorhanden sind um bestehende Übereinkommen durchzusetzen, schreitet «Sea Sheperd» ein. Des Weiteren ist die Bewegung dafür bekannt, sich gegen den Walfang einzusetzen. Auch ist die Reduzierung und Verhinderung von Abfall und Verschmutzung in den Weltmeeren ein Anliegen, für welches sich «Sea Sheperd» einsetzt. Als Beispiel engagieren sie sich gegen «offshore drillings», weitere Katastrophen wie die des «Deepwater Horizon drilling rig» im April 2010 im Golf von Mexiko, zu verhindern.

Die «modernen Piraten» mit dem adaptierten „Jolly Rogers“ als Logo, haben es sich zum Ziel gesetzt, die Weltmeere vor illegalen Aktivitäten wie unregulierter Fischerei und Zerstörung von Lebensraum zu schützen. Dabei tritt die Organisation weltweit in Aktion. Ihre Kampagnen finden sowohl zu Land, als auch auf hoher See statt. Auf dem Land arbeitet die Organisation mit den internationalen Agenturen, wie z.B. Interpol oder Landesregierungen, aktuelles Beispiel mit den Behörden von Gabun, zusammen, um Abkommen und Gesetze aufrecht zu erhalten Aufklärungsanlässe durchzuführen. Auf der hohen See intervenieren sie direkt, zum Beispiel gegen Japans Walfänger.

Nach Nagtzaam und Lentini lässt sich „Sea Shepherd“ wissenschaftlich nicht klar kategorisieren. Sie beschreiben Terrorismus als Prozess und zeigen auf, dass „Sea Sheperd“ ihre anfangs gänzlich gewaltlosen Proteste hin zu Vorgehen geändert haben, welche heutzutage auf gewalttätige Mittel, wie z.B. Einsatz von Rauchbomben, zurückgreifen. Dies und ihre regelmässigen Einschüchterungen von Walfangschiffen, ist auch der Grund weshalb der Begriff „Ökoterroristen“ im Zusammenhang mit der Organisation „Sea Sheperd“ fällt. Jedoch verfolgt die Organisation keine privaten Interessen, wie es oft bei terroristischen Organisationen der Fall ist.

Eva Zink, französische Aktivistin, erzählt in einem Video, wie sie ihren „Körper für den Zweck“ geben will, so dass die nächste Generation eine lebenswerte Welt haben kann. Sie nennt ihre Werte wie Liebe, Respekt und Toleranz und erklärt weiter, dass sich die Crew zum Teil als „etwas besseres als die normalen Leute des Umweltschutzes“ fühlen. Weiter beschreibt sie ihr Gefühlt einer „Renaissance“, ausgelöst durch ihr Beitreten bei der NGO, sie hätte dadurch denn Sinn ihres Lebens gefunden. Diese Aussage stützt wiederum Nagtzaams und Letinis These der terroristischen Organisation „Sea Sheperd“. Denn solche Gefühle den Lebenssinn („sense of belonging“) gefunden zu haben, können eine Stärkung der Zugehörigkeit einer potentiell terroristischen und gefährlichen Gruppe ausmachen.

Ob „Sea Sheperd“ nun Terroristen sind oder nicht, lässt sich im Rahmen dieses Blogs nicht genau erarbeiten. Es gibt jedoch Hinweise, welche dafür und dagegen sprechen. Wir als Verfasserinnen sind uns jedoch nicht sicher, dass gewalttätiges Vorgehen der richtige Weg ist, um unsere Weltmeere zu schützen und werden die Aktivitäten von „Sea Sheperd“ weiterhin verfolgen.

 

 

Quellen

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Sea_Shepherd_Logo.svg (Zugriff 23.10.18)

Zink, Eva (2018): Mon expérience avec Sea Shepherd. Youtube Video, <https://www.youtube.com/watch?v=BGqrdpjuTD4>. (Zugriff am 23.10.18)

Offizielle Website: https://www.seashepherdglobal.org/ (Zugriff 23.10.18)

Website Sea Sheperd Schweiz: https://sea-shepherd.ch/de/about-us-de (Zugriff 18.10.18)

Zeitungsbericht: https://www.huffingtonpost.com/deborah-bassett/post_2080_b_870120.html (Zugriff 18.10.18)

Nagtzaam, Gerry & Lentini, Pete (2007): Vigilantes on the High Seas? The Sea Shepherds and Political Violence. In: Terrorism and Political Violence. Volume 20, Issue 1, Pages 110-133.

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